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Besuch der Landwirtschaftsministerin
Frau Barbara Otte-Kinast
am 08.09.2021  
   

Schon im Oktober 2020  sollte in einem feierlichen Akt der Förderbescheid für das Inklusionshaus übergeben werden. Wegen der damaligen Corona-Lage musste der Termin verschoben werden. Aber am 8. September 2021 war es dann soweit. Frau Ministerin Otte-Kinast ließ es sich nicht nehmen, den Förderbescheid persönlich an unseren Bürgermeister Kristian Kater zu übergeben.                  

An einem sonnigen Spätsommertag hatten sich ca. 60 geladene Gäste aus Politik und den beteiligten Institutionen wie Arbeitskreis Dorferneuerung Spreda-Deindrup, Amt für regionale Landentwicklung Oldenburg, Lebens und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof e.V., sowie Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup e.V. und natürlich die Bewohner des Sonnenhofes an der Schutzhütte vor dem Inklusionshaus eingefunden.

Ein Novum der Veranstaltung war, dass gleich drei Vechtaer Bürgermeister anwesend waren. Außer dem amtierenden,  waren auch die ehemaligen Bürgermeister Uwe Bartels und Helmut Gels der Einladung gefolgt. Mit BGM Uwe Bartels sind wir bereits im Jahr 2008 in die Dorferneuerung gegangen. Mit BGM Helmut Gels haben wir den längsten Teil der Dorferneuerung verbracht. Er war es auch, der bei einem Gespräch im Rathaus den Begriff „Inklusionshaus“ geprägt hat.

                   
                   

Ein Foto mit Seltenheitswert, zwei ehemalige und der amtierende Bürgermeister mit der Ministerin vor dem Rohbau des Inklusionshauses.


Nach Ankunft der Ministerin suchte sie als erstes das Gespräch mit den Bewohnern des Sonnenhofes. In ihrer anschließenden Rede betonte die Ministerin, dass sich in dem neuen Haus Menschen mit und ohne Handicap begegnen sollen. Dabei richtete sich ihr Blick vor allem auf die Bewohner des Sonnenhofes, die neben der Dorfbevölkerung von dem Inklusionshaus profitieren werden. Ich bin überzeugt, sagte sie, dass unsere Fördermittel hier sehr, sehr gut angelegt sind.


Bürgermeister Kater nannte den Bau des Inklusionshauses ein zukunftsweisendes Kooperationsprojekt zwischen der Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup, dem Sonnenhof und der Stadt Vechta. Er lobte alle Akteure die zum Zustandekommen dieses Hauses beigetragen haben und das dieses Projekt  Modellcharakter für unsere ganze Gesellschaft sein kann.

Auch der langjährige Ortsbürgermeister Josef Kläne betonte, dass es die richtige Entscheidung des Ortsrates war, diesem Projekt zuzustimmen. Er
sei überzeugt, dass dieses Haus eine gute Zukunft haben wird. Hartmut Kurzbach sprach in seiner Rede den langen Zeitraum der Dorferneuerung an. Über so viele Jahre engagiert und motiviert zu bleiben ist nicht einfach. Außerdem hat man anfangs mit dem Projekt Inklusionshaus keine offenen Türen eingerannt. Der Durchbruch kam mit der Präsentation auf der grünen Woche in Berlin. Danach lief es in den politischen Gremien sehr gut. Es ging sowohl durch den Ortsrat und auch der Stadtrat Vechta stimmte dafür. Der Arbeitskreis schien am Ziel. Doch dann kam der Rückschlag. Bei der Bewertung des Förderantrages erhielten wir nicht genügend Punkte. Keine Förderung! Wir waren alle ziemlich niedergeschlagen. Doch in Spreda und Deindrup wirft man die Flinte nicht so schnell ins Korn. Wir haben uns alle einmal durchgeschüttelt und haben weitergemacht. Es gab dann eine hochemotionale Arbeitskreissitzung mit Vertretern des Amtes für regionale Landentwicklung Oldenburg. Es wurde ein Vor-Ort-Termin auf dem Sonnenhof vereinbart. Schon bei diesem Termin wurde signalisiert, dass wir bei der nächsten Bewertung gute Chancen haben. Wie man heute am Baufortschritt sieht ist dann der zweite Förderantrag bewilligt worden. Dieses Projekt war kein Sprint sondern ein Marathonlauf. Wichtig dabei ist nur, dass man ins  Ziel kommt.

           
    
Die aktuelle Ministerin Otte-Kinast trifft den ehemaligen Minister Uwe Bartels.                                                     Frau Otte-Kinast begrüßte insbesondere                                 
              Mit auf dem Foto, die 1. Stadträtin von Vechta, Sandra Sollmann.                                                                           die Bewohner  des Sonnenhofes.


Der 1. Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Reinhold Bothe und der Geschäftsführer des Sonnenhofes Franz-Josef Wilkens bedankten sich als zukünftige Betreiber des Hauses bei allen verantwortlichen Gremien und Institutionen, die es ermöglicht haben dieses Leuchtturmprojekt zu verwirklichen. Beide sprachen in ihren Reden von einer guten und inklusiven Zukunft, sowohl für die Bewohner des Sonnenhofes als auch für die gesamte Dorfbevölkerung.

Im Anschluss an die Wortbeiträge machte Ministerin Otte-Kinast einen ausführlichen  Rundgang über den gesamten Sonnenhof. Sie sprach danach von einer tollen und vorbildhaften Einrichtung. Außerdem wünschte sie dem Sonnenhof eine weiter so gute Entwicklung für die Zukunft. Die letzten Worte richtete sie dann an alle Bewohner und Mitarbeiter des Sonnenhofes und versprach bei der Einweihung des Hauses wieder hier zu sein.

Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen vom Sonnenhof wurden dann noch viele gute Gespräche geführt.

Nach Abreise der Ministerin waren sich alle einig, das war kein typischer Politikerbesuch

                                                                                                                                                                                                        Hartmut Kurzbach

 
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