Zwei Dörfer finden Ihre Mitte  -  Das Inklusionshaus  Spreda / Deindrup
Bislang ist es nur eine Idee. Wie ist diese Idee entstanden?

Mit Aufnahme der Orte Spreda und Deindrup in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen im Jahre 2008 entwickelte  der Arbeitskreis in vielen Sitzungen und Gesprächen einen Dorferneuerungsplan. Dieser Plan wurde vom Ortsrat Langförden und dem Rat der Stadt Vechta politisch genehmigt und vom heutigen Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems für förderwürdig befunden.

Für die Mitglieder des Arbeitskreises war und ist es ein ganz zentrales Thema, eine mit dem Sonnenhof gemeinsame Einrichtung für vielfältige Aktivitäten zu schaffen. Hierfür war ursprünglich an die Umnutzung der Alten Mühle in Deindrup gedacht, da dieses Gebäude schon seit vielen Jahren nicht mehr genutzt wird. Das Abschließen eines Kooperationsvertrages durch den Vorstand des neu gegründeten Vereins Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup e.V. und dem Vorstand der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof e.V. zeigt, dass man bei den Planungen eine enge Zusammenarbeit mit dem Sonnenhof gesucht hat und immer noch sucht. Es wurden erste Zielvorstellungen und Nutzungskonzepte erarbeitet. Im Laufe der Zeit gab es deutliche Zeichen aus der Bevölkerung und aus der Politik, das es kein klassisches Dorfgemeinschaftshaus sein soll und der Standort "Alte Mühle" nicht in Frage kommt.

In gemeinsamen Gesprächen des Vereins Dorfgemeinschaft und dem Sonnenhof mit der Politik, der Verwaltung der Stadt Vechta und dem Amt für regionale Landesentwicklung  Weser-Ems, als mögliche Förderstelle, wurde deutlich, dass diese Kooperation zwischen Dorfgemeinschaft, Lebensgemeinschaft Sonnenhof und der Stadt Vechta ein Weg sein kann. Der Bürgermeister der Stadt Vechta, Helmut Gels selber war es, der in diesen Gesprächen den Begriff Inklusionshaus kreierte. Mit Satzungsbeschluss der Stadt Vechta besteht seit April 2014 im südwestlichen Bereich des Sonnenhofes ein "Baurecht" für das geplante Inklusionshaus. 

Neben den vielen Gesprächen fand am 07.11.2015 unter der Leitung der Universität Vechta und Beteiligung der Öffentlichkeit, Vereinen, Verwaltung, Politik und den zukünftigen Nutzern ein ganztätiger Workshop mit Vorträgen und anschließender Projektarbeit statt.

In dem Workshop wurde wieder deutlich, dass den beiden Ortsteilen Spreda und Deindrup, trotz räumlicher Nähe und vielen Gemeinsamkeiten in vielen Themen eine "Mitte" fehlt. Diese fehlende "Mitte" soll zukünftig mit der baulichen Umsetzung eines Inklusionshauses in unmittelbarer Nähe zum Sonnenhof umgesetzt werden.


                             

Das Amt für regionale Landesentwicklung lud die Beteiligten mit dieser Idee auf die Grüne Woche nach Berlin ein. Hier bekam die Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup, der Sonnenhof und die Stadt Vechta die Möglichkeit für das Projekt Inklusionshaus auf dem Gemeinschaftsstand des Ministeriums zu werben. Hier hatten insgesamt 17 Dörfer aus ganz Niedersachsen die Möglichkeit, ihr außergewöhnliches Konzept auf der Landwirtschaftsmesse in Berlin vorzustellen.

Interesse fanden auch die Produkte des Sonnenhofes.

rechts:    Franz-Josef Wilkens
 


Dieser Aufgabe stellte sich die offizielle Abordnung Dirk Ortland (Stadt Vechta) Franz-Josef Wilkens (Sonnenhof), Hartmut Kurzbach und Reinhold Bothe (Arbeitskreis Dorferneuerung, Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup) und machte sich am Sonntag (17.01.2016) auf den Weg nach Berlin. Nach dem man sich am Montag (18.0.12016) auf dem Stand der Niedersachsen eingerichtet hatte, öffnete die Messe um 10:00 Uhr ihre Tore und viele Besucher strömten die Hallen. Dass Inklusion ein Thema für viele Menschen geworden ist, zeigten viele interessierte Besucher. Sie bekamen neben einem Flyer viele Informationen zum Thema Inklusionshaus in Spreda-Deindrup.
            Mit diesem neuen Logo wurde in Berlin geworben.  

                                                                                               

Diesen Flyer erhielt auch der Bundestagsabgeordneter Franz-Josef Holzenkamp nebst Ehefrau aus Garthe, der sich auf dem Stand informierte. Er versprach, bei seinem kurzen Abstecher, sich mit unserem Thema vertraut zu machen.
     Der Vorsitzende des Arbeitskreises
     und der Dorfgemeinschaft Hartmut Kurzbach
       überreicht dem  MdB Franz-Josef Holzenkamp
          den Flyer zum Thema Inklusionshaus.

Viele weitere positive Gespräche gab es mit den Entscheidungsträgern des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, u.a. mit Frau Bonney und Frau Busdiecker.
          v        von links:
 
                  Karin Busdiecker, Patricia Bonney und Dirk Ortland  
 

 Franz Josef und Urlausla Schwinefot, Franz-Josef und Monika Burwinkel sowie Clemens und Brigtte Büssing nutzten ihre Berlinfahrt, um die Kollegen auf
dem Stand einen Besuch abzustatten.

Nach einem langen Tag schlossen sich gegen 18:00 Uhr die Tore. Alle Beteiligten waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hoffen, dass aus der Idee Realität wird und das Inklusionshaus gebaut wird.

Als nächstes trifft sich in Kürze der Arbeitskreis Dorferneuerung, um die weiteren Schritte zu planen und umzusetzen, damit der Förderantrag spätestens im Februar 2017 gestellt werden kann.


                                                                                                                                                                                    
Reinhold Bothe
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